Inflation in Frankreich und Deutschland gesunken

06.01.2026 • 14:27 Uhr

In Frankreich und Deutschland hat sich die Inflation Ende 2025 abgeschwächt. In Frankreich legten die für europäische Vergleichszwecke berechneten Verbraucherpreise (HVPI) im Dezember nur um 0,7 Prozent zu, wie das Statistikamt Insee am Dienstag in Paris nach einer ersten Schätzung mitteilte. In Deutschland fiel die Inflation im Dezember auf 1,8 Prozent. In Österreich betrug sie zuletzt im November 4,0 Prozent, der Dezember-Wert wird am Mittwoch veröffentlicht.

In Frankreich, der zweitgrößten Eurozonen-Volkswirtschaft, ist die Teuerung ungewöhnlich schwach. Erneut wurde die Inflation durch einen deutlichen Rückgang der Energiepreise im Jahresvergleich gebremst.

In Deutschland ist die Inflationsrate im Dezember überraschend stark gefallen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag zu seiner ersten Schätzung mitteilte. Im Oktober und November lag die Teuerung bei jeweils 2,3 Prozent, nachdem sie im September mit 2,4 Prozent einen Jahreshöchststand markiert hatte. Ökonomen hatten nur einen Rückgang auf 2,1 Prozent vorhergesagt.

In Österreich zuletzt 4 Prozent Inflation

In Österreich war die Inflationsrate in den vergangenen Monaten deutlich höher als im Rest der Eurozone, im November betrug sie 4,0 Prozent. Die Statistik Austria veröffentlicht die Dezember-Werte am Mittwoch.

Die Preisdaten für die gesamte Eurozone werden ebenfalls am Mittwoch veröffentlicht. Von Bloomberg befragte Analysten erwarten einen Rückgang der Rate auf 2,0 Prozent, von 2,1 Prozent im November. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für die Eurozone mittelfristig eine Rate von zwei Prozent an.