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15 Tonnen, 400 PS und ein Feld voller Dinkel

17.07.2026 • 13:50 Uhr
15 Tonnen, 400 PS und ein Feld voller Dinkel
Christoph Matthis hat den Traktorführerschein seit er 15 Jahre alt ist. Stiplovsek

600.000 Kilo Urdinkel werden jedes Jahr vom Martinshof verarbeitet. Dieser wird bei über 60 Bauern in Vorarlberg angebaut. Christoph Mathis hat am Donnerstag eines der Dinkelfelder geerntet.

Wie kamen Sie dazu, Mähdrescher zu fahren?

Mathis: Ich bin bereits in einer Landwirtschaft aufgewachsen, hab die Landwirtschaftsschule absolviert und den Tracktorführerschein seit ich 16 Jahre alt bin. Den braucht man auch, um überhaupt mit einem Mähdrescher fahren zu dürfen. Allgemein haben mich Traktoren beziehungsweise die großen Fahrzeuge, die es auf dem Bauernhof braucht, schon immer sehr interessiert. So sehr, dass ich teilweise sogar in meiner Freizeit mit den Maschinen fahre.

Worin liegt der Unterschied, wenn man zum Beispiel mit dem Auto fährt?

Mathis: Mit den landwirtschaftlichen Maschinen mache ich immer etwas Sinnvolles. Ich helfe zum Beispiel wie hier einem Bauern seine Ernte einzufahren. Das ist für mich das Schöne an dieser Arbeit.

15 Tonnen, 400 PS und ein Feld voller Dinkel
Mathis ist seit klein auf von den Maschinen in der Landwirtschaft fasziniert. Stiplovsek

Wie sieht ihr Berufsalltag aus?

Mathis: Das Fahren mit dem Mähdrescher macht nur ein paar Stunden über ungefähr 10 Tage verteilt im Jahr aus. Die Kornernte beschränkt sich bei uns auf einen kleinen Zeitraum im Jahr. Zudem muss genau auf das Wetter geachtet werden, wann die Ernte eingefahren werden kann. Wenn es regnet, es vor kurzem geregnet hat oder der Morgentau noch auf den Feldern liegt, muss der Termin zum Abernten verschoben werden. Das restliche Jahr fahre ich deshalb beruflich mit dem Traktor oder warte die Geräte.

Wie funktioniert ein Mähdrescher?

Mathis: Diese Maschine hier wiegt zum Beispiel 15 Tonnen und hat um 400 PS. Um ein Feld abzuernten, brauche ich damit um die 15 bis 20 Minuten. Dabei werden die Pflanzen gemäht und in der Maschine wird das Korn von Spreu und Stroh getrennt. Die Körner bleiben dann im Gerät gelagert und der Rest wird hinter dem Mähdrescher rausgeworfen.

15 Tonnen, 400 PS und ein Feld voller Dinkel
Stiplovsek

Was ist besonders schwer am Fahren mit dem Mähdrescher?

Mathis: Man muss auf den Straßen sehr aufpassen, wenn man mit der Maschine unterwegs ist. Gerade wenn mir ein Lastkraftwagen entgegenkommt, kann es auf manchen Straßen schon einmal eng werden.