Erneut Wolfsrisse im Montafon? Mehrere Tiere auf Alpe verletzt

Esel und Rinder betroffen, Spuren deuten auf Wolf hin. Wildbiologe Schatz ist unterwegs zum “Tatort”.
Nur einen Tag nach dem Wolfsriss auf einer Alpe in Tschagguns besteht der Verdacht, dass das Tier erneut zugeschlagen haben könnte. Wie der zuständige Landeswildbiologe Hubert Schatz der NEUE am Montag bestätigte, wurden auf einer nahegelegenen Alpe im Montafon mehrere verletzte Tiere gemeldet, darunter Rinder und sogar Esel. “Nach den Bildern, die ich gesehen habe, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein Wolf im Spiel war”, so Schatz.
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Dafür spricht auch der Ort des Geschehens: Die nun betroffene Alpe liegt im Gauertal, das nur wenige Kilometer vom bestätigten Wolfsriss vom Sonntag entfernt liegt. Diese geografische Nähe ist ein weiteres Indiz dafür, dass es sich um dasselbe Tier handeln könnte. Eine Bestätigung von offizieller Seite steht unterdessen noch aus. “Ich befinde mich gerade auf den Weg zur betroffenen Alpe. Es wird noch einige Stunden dauern, bis die Sache geklärt ist”, erläutert Schatz.

Fest steht: Als Folge des bestätigten Wolfsrisses am Sonntag wurde eine Maßnahmenverordnung zur Entnahme – de facto der Abschuss – des Wolfes erlassen, die noch am selben Tag in Kraft trat. Diese basiert auf Grundlage der Wolfsmanagementverordnung des Landes und gilt bis einschließlich 30. September für die betroffenen Jagdgebiete.
(NEUE Vorarlberger Tageszeitung)