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Großstadtflair direkt im Ländle

08.08.2021 • 10:00 Uhr
Cornelius Lingg (links) und Mario Feurstein (rechts) kennen sich aus dem Bahi – aus dem Kunden Feurstein wurde Linggs Geschäftspartner. <span class="copyright">STIPLOVSEK</span>
Cornelius Lingg (links) und Mario Feurstein (rechts) kennen sich aus dem Bahi – aus dem Kunden Feurstein wurde Linggs Geschäftspartner. STIPLOVSEK

Bahi in Bregenz: Yoga, Kaffee, Raumvermietung und Co-Working.

Es ist still im Bahi in Bregenz. Nur tiefes Atmen und der Gong ist zu hören, den Yogalehrer Mario Feurstein erklingen lässt. Die Kursteilnehmer öffnen nach der Meditation die Augen. Im anliegenden Café wartet auf sie Porridge zum Frühstück und hausgemachter Kuchen. Mittwochs und donnerstags gibt es veganes Mittagessen aus Biozutaten. Den Kaffee bezieht Geschäftsführer Cornelius Lingg von den Kaffeeröstereien Trevo in Bezau und Handle in Dornbirn.

Es gibt klassisches Frühstück mit Marmelade und Müsli Bowls.<span class="copyright">STiplovsek</span>
Es gibt klassisches Frühstück mit Marmelade und Müsli Bowls.STiplovsek

Als Lingg von Reisen nach Südafrika, London und den USA zurückkehrte, vermisste er eine Kaffeekultur, die über das Ambiente wie Tisch und Zeitungslektüre hinausgeht. „Ich hatte das Gefühl, etwas fehlt in Bregenz“, erzählt der Gastronom. Für ihn ist Kaffeequalität wichtig – die beginne mit dem Kennen der Herkunft, gehe über die Röstung bis zur Zubereitung. Deshalb hat er 2017 das Café eröffnet, wo er trotz des absolvierten Anthropologiestudiums stetig über die Gesellschaft dazulernt: „Das Managen des Cafés ist eine Schule“, sagt er.

Der 31-Jährige hat Yogaworkshops auf der ganzen Welt besucht.<span class="copyright">STiplovsek</span>
Der 31-Jährige hat Yogaworkshops auf der ganzen Welt besucht.STiplovsek

Der Name Bahi bedeutet „Sonne“, denn das Café soll den Gäs­ten den Tag erhellen. „Es erfüllt mich, dass ich anderen etwas weitergeben kann, das ihnen gut tut“, sagt Feurstein, der 2015 in Indien eine Yoga-Ausbildung gemacht hat. Es war nicht immer so, dass er sich mit Spiritualität beschäftigt hat – zuvor hat er Wirtschaftsrecht studiert und im Casino gearbeitet. Heute will er als Linggs Geschäftspartner Menschen helfen, mit sich selbst in Kontakt zu kommen und verkauft auch seine selbstgetöpferte Keramik im Bahi. Als er aus Wien zurückkehrte, vermisste er ein diverses Angebot und Selbstbedienungskonzepte, was er im Bahi schließlich gefunden hat.

Wenn er gerade keine Yogakurse leitet, können Gruppen den Raum mit Anmeldung für Seminare und Meetings mieten.

Der Kuchen im Bahi ist hausgemacht. Der Kaffee stammt von Röstereien in Vorarlberg.<span class="copyright">STiplovsek</span>
Der Kuchen im Bahi ist hausgemacht. Der Kaffee stammt von Röstereien in Vorarlberg.STiplovsek

Co-Working

Auch das Café soll ab sechsten September abseits des regulären Cafébetriebs zum „Großraumbüro“ mit Arbeitsatmosphäre werden. In Zusammenarbeit mit der Stadt Bregenz bietet Lingg Public-Co-Working ohne Eintritt oder Konsumzwang an. Es soll ein Ort des Kennenlernens und des Netzwerkens entstehen. Schon jetzt sitzen im Café Gäste mit Laptop – wie eine Physiotherapeutin, die zwischen Hausbesuchen das Bahi fürs Brainstorming nützt.

Physiotherapeutin Anna Kanonier hat schon während des Studiums in Amsterdam in Cafés gelernt.<span class="copyright">STiplovsek</span>
Physiotherapeutin Anna Kanonier hat schon während des Studiums in Amsterdam in Cafés gelernt.STiplovsek

Kontakt und Öffnungszeiten

Bahi Soul Space

Öffnungszeiten: Mi.–Sa., 9–18 Uhr,

Sonntag 9–15 Uhr

Ab 6. Sept. Mo. Di. Co-Working 9–18 Uhr

Adresse: Kirchstraße 35, 6900 Bregenz

Reservierung unter bahi.bregenz@gmail.com