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21 Monate Haft für Drogendealer

20.08.2020 • 06:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Angeklagte brachte ein Kilogramm Marihuana an den Mann. <span class="copyright">Symbolfoto/hartinger</span>
Der Angeklagte brachte ein Kilogramm Marihuana an den Mann. Symbolfoto/hartinger

Kokain, Ecstasy und Marihuana verkauft und geschmuggelt.

Der Angeklagte hat bei der gestrigen Verhandlung am Landesgericht Feldkirch reinen Tisch gemacht und sich vollumfänglich geständig gezeigt. Nach den gerichtlichen Feststellungen verkaufte der in Vorarlberg lebende Beschuldigte 200 Gramm Kokain, 100 Ecstasy-Tabletten und ein Kilogramm Marihuana. Darüber hinaus gab er zu, 330 Gramm Kokain, 300 Ecstasy-Pillen, ein Kilogramm Marihuana sowie drei bis vier Gramm Heroin aus Holland und der Schweiz ins Land geschmuggelt zu haben. Dafür wurde der zweifach Vorbestrafte zu 21 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Strafrahmen beträgt bis zu fünf Jahre Haft. Das Urteil nahm der Beschuldigte nach kurzer Besprechung mit seinem Verteidiger an. Auch die Staatsanwaltschaft verzichtet auf Rechtsmittel. Das Urteil ist somit rechtskräftig.

Therapie statt Strafe

Der Beschuldigte gab an, drogenabhängig zu sein und stellte einen Antrag auf „Therapie statt Strafe“. Richter Andreas Böhler wird nun ein Gutachten zu den notwendigen therapeutischen Maßnahmen erstellen lassen. Wird die Therapie nicht genehmigt, muss der 48-Jjährige die Strafe absitzen. Wird dem Antrag stattgegeben und die Therapie erfolgreich absolviert, so hat das Gericht die unbedingte Freiheitsstrafe in eine bedingte mit einer Probezeit umzuwandeln.
Von dem durch den Drogenhandel erwirtschafteten Geld wurden 10.680 Euro für verfallen erklärt; diese Summe muss der Verurteilte dem Staat nun – wie vereinbart – in 60 Raten zurückbezahlen.

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