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Anklage: Mord an Freundin mit Tritten

05.05.2021 • 19:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit wuchtigen Fußtritten gegen den Kopf hat der Angeklagte nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft seine Lebensgefährtin vorsätzlich getötet. Das entnimmt Gerichtssprecher Stütler der Anklageschrift.<span class="copyright"> Symbolbild/Hartinger</span>
Mit wuchtigen Fußtritten gegen den Kopf hat der Angeklagte nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft seine Lebensgefährtin vorsätzlich getötet. Das entnimmt Gerichtssprecher Stütler der Anklageschrift. Symbolbild/Hartinger

Ein 38-Jähriger soll seine Lebensgefährtin mit Tritten tödlich verletzt haben.

Politisch wird derzeit über Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen diskutiert. Nach Ansicht der Ermittler ist wieder eine Frau ermordet worden.
Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat am Landesgericht Feldkirch gegen einen 38-Jährigen Anklage wegen Mordes an seiner 37-jährigen Lebensgefährtin eingebracht.

Auf Lebensgefährtin eingetreten

Das teilten am Mittwoch Staatsanwaltschaftssprecher Heinz Rusch und Landesgerichtssprecher Norbert Stütler auf Anfrage mit. Die Anklageschrift sei nicht rechtswirksam, berichtete Stütler, es gebe noch keinen Prozesstermin.
Mit wuchtigen Fußtritten gegen den Kopf hat der Angeklagte nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft seine Lebensgefährtin vorsätzlich getötet. Das entnimmt Gerichtssprecher Stütler der Anklageschrift.

Demnach soll der Angeklagte am 26. November 2020 in einer Bregenzer Wohnung die 37-Jährige getreten und ihr Faustschläge gegen den Kopf versetzt haben. An den dabei erlittenen schweren Kopfverletzungen sei die Patientin dann zehn Tage später, am 6. Dezember 2020, im Landeskrankenhaus Feldkirch verstorben. Die 37-Jährige habe bei der Auseinandersetzung Ende November ein Schädelhirntrauma mit Einblutungen unter die harte Hirnhaut und Gesichtsschädelbrüche erlitten.

Weitere Frau gewürgt

Der Angeklagte sei teilweise geständig, sei in der Anklageschrift angeführt, so Stütler. Der Untersuchungshäftling bestreite jegliche Tötungsabsicht. Er verweise darauf, dass er zur Tatzeit stark alkoholisiert gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft gehe von zumindest 2,7 Promille Alkohol im Blut aus und zudem von einer Beeinträchtigung durch Suchtmittelkonsum.

Dem Deutschen, der in Dornbirn gewohnt hat, wird außerdem auch noch eine Gewalttat gegen eine andere Frau vorgeworfen.
Wenige Stunden nach der Attacke auf seine Lebensgefährtin soll der Angeklagte eine Frau gewürgt und ihr Faustschläge versetzt haben, zitiert Stütler aus der Anklageschrift. Angeklagt sei er dazu wegen versuchter schwerer Körperverletzung. Die vom zweiten Vorfall betroffene Frau habe versucht, beim ersten Vorfall einzuschreiten.

Opfer erlag Verletzungen

Zeugen alarmierten am 26. November 2020 gegen 22 Uhr die Polizei, weil eine nicht ansprechbare Frau im Stiegenhaus sitze. Äußerlich seien für die Beamten kaum Verletzungen erkennbar gewesen, hieß es im Polizeipressebericht. Die Lebensgefährtin des Beschuldigten wurde mit der Rettung ins Landeskrankenhaus Feldkirch gebracht, wo schwere Kopfverletzungen festgestellt wurden.