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Erneut im Rausch einen Unfall verursacht

05.05.2021 • 19:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bereits zum zweiten Mal wurde der Unterländer nun wegen eines im Rausch begangenen Verkehrsunfalls strafrechtlich belangt.<span class="copyright"> Symbolbild/Hartinger</span>
Bereits zum zweiten Mal wurde der Unterländer nun wegen eines im Rausch begangenen Verkehrsunfalls strafrechtlich belangt. Symbolbild/Hartinger

Vorbestrafter hatte bei Kollision 2,6 Promille und log, Beifahrer habe Unfallauto gelenkt.

Bereits zum zweiten Mal wurde der Unterländer nun wegen eines im Rausch begangenen Verkehrsunfalls strafrechtlich belangt. Dieses Mal verleumdete der 42-Jährige auch noch seinen Beifahrer als Unfallfahrer.

2,6 Promille im Blut

Dafür wurde der mit fünf einschlägigen Vorstrafen belas­tete Angeklagte am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von fünf Monaten und einer unbedingten, dem Gericht zu bezahlenden Geldstrafe von 1200 Euro (300 Tagessätze zu je 4 Euro) verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Schuldspruch erfolgte wegen grob fahrlässiger Körperverletzung, falscher Zeugenaussage und Verleumdung. Die mögliche Höchststrafe wäre drei Jahre Gefängnis gewesen. Die verhängte kombinierte Strafe entspricht zehn Monaten Haft.

Der mit 2,6 Promille alkoholisierte und damals über keinen Führerschein verfügende Autofahrer hat am 9. Dezember 2020 in Kennelbach einem anderen Pkw-Lenker unter Missachtung eines Stoppschildes den Vorrang genommen. Bei der Kollision wurde der 40-jährige Unfallgegner verletzt. Danach log der 42-Jährige, nicht er, sondern sein Beifahrer habe das Unfallfahrzeug gelenkt.

Frage nach Zurechnungsfähigkeit

Verteidiger Florin Reiterer beantragte Freisprüche von der falschen Zeugenaussage und der Verleumdung, weil sein Mandant wegen seiner starken Alkoholisierung nicht zurechnungsfähig gewesen sei. Richter Andreas Böhler ging jedoch nur von einer eingeschränkten Zurechnungsfähigkeit aus. Der Angeklagte behauptete, er könne sich an nichts mehr erinnern.

Der Bauarbeiter ist in der Vergangenheit schon einmal wegen eines Alko-Unfalls strafrechtlich verurteilt worden. Er hatte nach den gerichtlichen Feststellungen mit 2,2 Promille Alkohol im Blut und einem unbefugt in Betrieb genommenen Fahrzeug einen Verkehrsunfall verursacht. Damals wurde über ihn am Bezirksgericht Dornbirn eine unbedingte Geldstrafe verhängt.