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Wo die Vogewosi 2026 baut und saniert

HEUTE • 16:22 Uhr
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Hans-Peter Lorenz, Markus Wallner und Marco Tittler informierten in der kurz vor der Fertigstellung stehenden Vogewosi-Wohanlage in der Mariahilfstraße in Bregenz.
Serra

Gemeinnütziger Wohnbau: Vogewosi mit intensivem Neubau- und Sanierungsprogramm. 118 Wohnungen sollen heuer bezugsfertig werden. Investitionsvolumen 2026: 55,2 Millionen Euro.

Der gemeinnützige Wohnbau bleibt ein zentraler Baustein für ein leistbares und bedarfsgerechtes Wohnraumangebot in Vorarlberg. Als größter gemeinnütziger Wohnbauträger des Landes spielt die Vogewosi dabei eine Schlüsselrolle und ist ein wichtiger Partner des Landes bei der Umsetzung wohnbaupolitischer Ziele. Bei der Präsentation der aktuellen Bauprogramme zeigten sich Landeshauptmann Markus Wallner, Wohnbaulandesrat Marco Tittler und Vogewosi-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz trotz bestehender Herausforderungen insgesamt zuversichtlich. „Es ist wichtig und erfreulich, dass die Vogewosi auch im laufenden Jahr das hohe Bauvolumen im Neubau und in der Sanierung aufrechterhält“, betonte Wallner. Auch das Land Vorarlberg investiert weiterhin in gemeinnützigen Wohnbau.

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An einer Medienkonferenz wurde das Neubau- und Sanierungsprogramm 2026 der Vogewosi vorgestellt. Serra

Tittler unterstrich anhand aktueller Zahlen die große Bedeutung des gemeinnützigen Wohnens – nicht nur in den Städten, sondern auch im ländlichen Raum. Rund 98 Prozent der Vorarlberger Bevölkerung leben mittlerweile in Gemeinden (81) mit einem Angebot an gemeinnützigen Wohnungen. Mit Stand 31. Dezember 2025 gab es landesweit 22.800 gemeinnützige Miet- sowie noch nicht übereignete Kaufanwartschaftswohnungen, weitere 915 Einheiten befanden sich im Bau. „Der gemeinnützige Wohnbau ist ein wesentlicher Faktor unserer wohnbaupolitischen Strategie. Ziel ist es, auch 2026 die vollen Bundesmittel für neue Projekte auszuschöpfen“, so Tittler. Für die Jahre 2024, 2025 und 2026 belaufen sich die Bundesmittel laut dem Landesrat auf insgesamt 34 Millionen Euro, zusätzlich stehen acht Millionen Euro für Sanierungen zur Verfügung. Im Landeshaushalt 2026 sind dafür 52,5 Millionen Euro vorgesehen. Zu den Schwerpunkten zählen weiterhin das Sonderwohnbauprogramm „Wohnen550“, die Sanierungsoffensive, Nachverdichtung sowie das Mietkauf-Modell.

Vogewosi-Wohnbauprojekte

Neue Wohnungen, Stand 1. Jänner 2026
Im Bau: Zehn Anlagen mit 277 Wohnungen
Vor Baubeginn: Drei Anlagen mit 41 Wohnungen
Im Bauverfahren: Vier Anlagen mit 133 Wohnungen
Vor Bauverfahren: Zwei Anlagen mit 49 Wohnungen

Im Jahr 2025 hat die Vogewosi elf Wohnanlagen mit insgesamt 269 Wohnungen fertiggestellt, mit Schwerpunkten in Bregenz und Hard. Derzeit befinden sich 19 Wohnanlagen mit rund 500 Wohnungen in unterschiedlichen Planungs- und Baustadien, verteilt über das gesamte Landesgebiet. Von den aktuell 277 im Bau befindlichen Wohnungen sollen 118 noch heuer bezugsfertig werden. Neubauten entstehen unter anderem in Bregenz, Feldkirch, Rankweil, Tschagguns und Mittelberg. Das Investitionsvolumen im Bereich Neubau und Baubetreuung beläuft sich heuer auf 35,1 Millionen Euro. Die Vogewosi ist derzeit in insgesamt 61 Vorarlberger Gemeinden vertreten. „Da ist noch Luft nach oben“, so Geschäftsführer Lorenz.
Beim Sonderwohnbauprogramm „Wohnen550“ sind fünf Projekte in Arbeit. Tatsächlich gebaut wird aktuell jedoch nur in Hohenems. In Feldkirch ist ein Projekt noch juristisch anhängig (NEUE berichtete), in Dornbirn, Bludenz und Hard laufen die Vorbereitungen.

Wo die Vogewosi 2026 baut und saniert
In der Bregenzer Achsiedlung (43 Wohnungen) wird heuer umfangreich saniert. Stiplovsek

Für das Jahr 2026 ist seitens der Vogewosi ein Sanierungsvolumen von 20,1 Millionen Euro vorgesehen und liegt damit über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Der Fokus liegt weiterhin auf Erhaltungsmaßnahmen sowie auf Bauteilsanierungen, Heizungserneuerungen und dem Ausbau von Fernwärme. Räumliche Schwerpunkte bilden Bregenz und Umgebung sowie der Raum Feldkirch. Drei umfassende Sanierungen stehen heuer an: in der Achsiedlung in Bregenz (43 Wohnungen), in der Langäckersiedlung in Feldkirch (40 Wohnungen) sowie in Lochau-Alberloch (neun Wohnungen). In den kommenden Jahren sollen zudem weitere 114 Wohnungen in Bregenz und 28 in Feldkirch umfassend saniert werden.

Premiere

Mit der Sanierung der Wohnanlage Lochau-Alberloch wird erstmals ein sogenanntes „9er-Haus“ aus den 1960er-Jahren modernisiert. Dabei handelt es sich um den damals häufigsten Bautyp der Vogewosi mit insgesamt 225 Häusern landesweit. Die Anlage soll als Vorbild für weitere Sanierungen dieses Haustyps in den kommenden Jahren dienen.

Bürokratieabbau

Landeshauptmann Wallner betonte bei der Medienkonferenz zudem, dass der Bürokratieabbau in diesem Zusammenhang forciert werden müsse und werde. Vor allem in der Raumplanung sieht er Potenzial. „Das ist Landessache.“