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Häusliche Gewalt: Sechs Jahre Haft

08.08.2021 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Symbolbild/Shutterstock

Vorbestrafter misshandelte Lebensgefährtin und seine zwei Kinder.

Zu einer hohen Haftstrafe von sechs Jahren wurde der 38-jährige Südosteuropäer wegen fortgesetzter Gewaltausübung verurteilt. Das Urteil wurde nun rechtskräftig. Der Oberste Gerichtshof (OGH) in Wien hat den Schuldspruch im Juni bestätigt und das Innsbrucker Oberlandesgericht (OLG) jetzt die im Jänner am Landesgericht Feldkirch verhängte Sanktion. Die OLG-Richter gaben den Strafberufungen des Angeklagten und von Staatsanwältin Julia Berchtold keine Folge. Nach Überzeugung der Richter hat der Angeklagte aus dem Bezirk Bregenz seine Lebensgefährtin neuerlich mehrfach misshandelt und dieses Mal auch seine beiden unmündigen Kinder im Alter von sieben und neun Jahren.

Der Feldkircher Schuldspruch wurde am Obersten Gerichtshof bestätigt. <span class="copyright">APA</span>
Der Feldkircher Schuldspruch wurde am Obersten Gerichtshof bestätigt. APA

Die Strafe fiel zum einen wegen der beiden einschlägigen Vorstrafen streng aus. Seine Lebensgefährtin hat er einst so geschlagen, dass sie auf einem Auge erblindet ist. Dafür ist über ihn in Deutschland eine vierjährige Freiheitsstrafe verhängt worden. Einer Ex-Frau hat er die Nase gebrochen. Zum anderen war bei der Strafbemessung zu berücksichtigen, dass zu den nunmehrigen Opfern auch unmündige Kinder zählten. Dadurch erhöhte sich der Strafrahmen von bis zu drei Jahre auf ein bis zehn Jahre Haft. Wegen einschlägiger Haftstrafen in der Vergangenheit betrug die Strafdrohung letztlich sogar 1 bis 15 Jahre Haft.

Schläge und Tritte

Nach den gerichtlichen Feststellungen hat der Angeklagte zwischen Anfang und Juli 2020 in seiner Familie fortdauernde körperliche Misshandlungen, Körperverletzungen, gefährliche Drohungen und Nötigungen begangen. Demnach hat er seine Freundin in einer Vielzahl von Angriffen mehrmals wöchentlich mit der flachen Hand am ganzen Körper geschlagen, gegen die Wand gestoßen, gewürgt, an den Haaren gezogen sowie ihr Tritte gegen das Gesäß und gegen die Beine versetzt. Dadurch erlitt die 33-Jährige Hämatome am ganzen Körper. Einmal hat er sie mit einer Glasscherbe am Oberschenkel verletzt. Ein anderes Mal hat er die Südeuropäerin mit einem Gürtel geschlagen.

Mit dem Umbringen bedroht

Seine siebenjährige Tochter und seinen neunjährigen Sohn hat der Vater, so die Richter, mehrmals wöchentlich geschlagen und getreten. Den Buben hat er einmal gewürgt. Zudem hat der Erwachsene seinen Kindern damit gedroht, sie umzubringen. Seiner Partnerin hat der Mann auch damit gedroht, er werde dafür sorgen, dass ihr anderes Auge auch noch blind werde. Bereits Anfang 2019 hat er ihr mit dem Reisepass auf das blinde Auge geschlagen, wodurch sie ein Hämatom erlitt.

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