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Dieses Feldkircher Lokal rückt das Teilen in den Mittelpunkt

05.09.2026 • 17:01 Uhr
Dieses Feldkircher Lokal rückt das Teilen in den Mittelpunkt
Cemal Dilli (2. v. r.) setzt mit seinem Team auf viele Speisen nach eigenem Rezept. Stiplovsek (7)

Im “Tapa Tapa” in Feldkirch rückt vor allem das Gemeinschaftliche und Vielseitige in den Vordergrund.

Am Rande des Feldkircher Reichenfelds, direkt neben der Ill steht das Glashaus. Ehemals ein Café beheimatet das auffällige Gebäude seit Oktober das Restaurant mit dem selbstredenden Namen “Tapa Tapa”. Obwohl etwas abseits vom gesellschaftlichen Puls der Stadt, der Marktgasse, sieht Geschäftsführer Cemal Dilli einen entscheidenden Faktor: “Wir sind die Einzigen, die jeden Tag Sonne haben.” So sei bereits im Februar im Außenbereich zeitweise jeder Platz besetzt gewesen.

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Das “Tapa Tapa” liegt zwischen Ill und Reichenfeld.

Vom Mechaniker zum Gastronom

Dilli, mit Spitznamen “Carmelo” genannt, war früher Maschinenmechaniker. Nach einer Umschulung arbeitete er in der Gastronomie lange auf Saison. Schließlich war er fast fünf Jahre lang Geschäftsführer einer Pizzeria, ehe er in einem Restaurant in Vorarlberg die Zubereitung von Tapas erlernte. Als Motivation für die Eröffnung des “Tapa Tapa” erklärt er: “Wir wollten den Leuten etwas Neues anbieten.” Tatsächlich zählt gibt es in Vorarlberg kaum Restaurants, die sich auf diese als “Häppchen” verstandenen Spezialität fokussieren.

Dabei präsentiert Dilli während des Besuchs der NEUE am Sonntag sein vielseitiges Angebot. Vom hausgemachten Sangria über Patatas Bravas mit Trüffeln, Garnelen in einer Tomatensauce mit Zwiebeln, Knoblauch und Sherry bis hin zum würzigen Ziegenkäse ist für jeden Gast eine Spezialität dabei. Die Karte bietet eine breite Auswahl an Gerichten inklusive vegetarischer und veganer Speisen.

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Die Karte bietet eine breite Auswahl an Fleisch-, vegetarischen und veganen Gerichten.

Leidenschaft und Vielseitigkeit

Als leidenschaftlicher Gastronom erklärt Dilli Hintergründe zu den Gerichten und worauf er Wert legt. So habe er lange nach den richtigen Tomaten für seine Sauce gesucht, damit diese hochwertig wird. Bestimmte Trüffelgerichte sollen Bestandteil der neuen Karte werden, die derzeit erarbeitet wird. Mit den Patatas Bravas mit Trüffeln hat er der NEUE am Sonntag eine Kostprobe gegeben.

Besonderer Stolz schwingt in seiner Stimme mit, als er den Ziegenkäse serviert. “Ein Jahr habe ich für die richtige Zubereitung gekämpft. Immer wieder so, so und so probiert”, erzählt er von seinem Weg, bis er das eigene Rezept perfektioniert hat.

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Der Ziegenkäse nach hauseigenem Rezept.

Die Tapasküche ist variantenreich. Vor allem in Spanien weit verbreitet, wurde sie im Laufe der Jahrhunderte kontinuierlich weiterentwickelt und facettenreicher – von herkömmlich bodenständig bis raffiniert kreativ.

“Tapas lassen sich aus allem machen. Wenn ich ehrlich bin, lässt sich auch aus Schnitzel ein Tapa machen. Man muss ein bisschen Humor haben. Ein Koch ist ein Künstler und muss von jedem etwas lernen”, beschreibt Dilli dies ähnlich.

Gemeinschaft im Fokus

Trotz allen Variantenreichtums und der unzähligen Möglichkeiten der Küche selbst stehe vor allem ein Element im Vordergrund: das Gemeinschaftliche. Die Gäste sollen sich möglichst viele Eindrücke verschaffen können.

“Tapa bestellst du nicht für dich selbst”, betont Dilli mehrfach, “Ihr sitzt gemeinsam am Tisch, jeder bestellt etwas und jeder probiert alles.”

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Bald sollen neue Eigenkreationen auf der Karte stehen.

Beim “Glashaus Tapa Tapa” kann dies bei einem nachmittäglichen oder abendlichen Besuch zelebriert werden ebenso bei Events. Seit der Eröffnung haben bereits einige Firmen- und Geburtstagsfeiern stattgefunden. Bald bietet das Lokal auch Menüs an. Damit ließ sich Dilli noch Zeit, weil ihm wichtig sei, dass auch bei Menüs die Qualität stimmt.

Großes Weinsortiment

Traditionell werden Tapas zu einem Getränk serviert. Das sind oftmals Bier oder Wein. Im “Tapa Tapa” wird ein großes Weinsortiment präsentiert. Sowohl im Eingangsbereich als auch im Lokal selbst stehen gut gefüllte Weinschränke mit Tropfen aus verschiedenen Ländern. Dilli hat hierzu allerdings eine ganz klare Meinung: “Für mich stammt der beste Weißwein aus Österreich. Der ist unschlagbar.”

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Der hausgemachte Sangria.

Während des Besuches der NEUE am Sonntag steht der Besucherandrang noch bevor. Am frühen Nachmittag sei es laut Dilli meistens ruhiger. Die Köche nutzen die Zeit für Vorbereitungen. Ein paar Gäste genießen die Sonne auf der Terrasse. Das spanische Flair im Gebäude ist dennoch ständig präsent. Das Bild eines Stieres und einer Tänzerin zieren die Fenster.

Besonders ins Auge springt das große Gemälde einer Flamenco-Tänzerin über der Bar. Dilli erzählt, er habe lange Zeit nach dem passenden Motiv gesucht. Wie er über das Bild spricht, klingt es ähnlich wie seine Worte über Speisen, wie er tüftelt, nach der richtigen Rezeptur sucht. Ein weiteres Mal zeigt sich die Philosophie, welche beim Besuch im “Tapa Tapa” deutlich wird: Alles muss harmonieren, selbst wenn es Zeit benötigt. Die Qualität steht an erster Stelle.

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Der Innenbereich bietet bis zu 45 Personen Platz.